Stein, Eis und Krieg

Bemerkenswert verbindet sich in Durs Grünbeins romanhaftem Bericht die Vorstellung einer apokalyptischen Strafe eines nicht greifbaren übermächtigen Wesens mit der tatsächlichen Katastrophe der Bombardierung Dresdens.

Aktueller denn je mutet die Angst des Menschen an, der ohnmächtig dem kriegerischen Treiben der politisch Verantwortlichen ausgeliefert ist. Denn diese handeln nicht verantwortlich. Am Beispiel der jungen Frau Dora W. wird die Zeit ab 1933 bis zur höllenhaften Apokalypse, die Menschen und Gebäude einer Stadt in den Flammen verschlingt, erfahrbar. Wie es aus einem Buch erfahrbar sein kann. Der exzellent verwendeten Sprache, die unversiegende Möglichkeiten der deutschen Adjektive und brisanten Wendungen erkundet, ist es zu verdanken, dass ein scheinbar nicht wertender Bericht über das Ausmaß des Horrors des menschlich Aushaltbaren mich mit Fassungslosigkeit zurückließ. Der um die Jahrhundertwende erwartete Komet aus einer Mischung von Eis, Gestein und Wasser war Auslöser zahlreicher Verschwörungstheorien über die Auslöschung der Welt. Für den „Totalen Krieg“ war er aber nicht haftbar zu machen!

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Info zum Buch

Titel

Der Komet

Autor

Durs Grünbein

Isbn

978-3-518-43020-0

Preis

25 € / 15 €