Buchempfehlung

Es gibt bekanntlich viele bemerkens- oder empfehlenswerte Bücher. Diejenigen, die uns im besonderen Maße aufgefallen sind, werden hier in unregelmäßigen Abständen vorgestellt.

Krüss, James: Die Glücklichen Inseln hinter dem Winde. Frankfurt a.M. : Büchergilde Gutenberg, 2026

Eine wunderbare Reise

»Ist eine Geschichte für Kinder oder für Erwachsene, Herr Kapitän?« »Wahrscheinlich. […] Schreiben Sie die Geschichte genauso auf, wie ich sie Ihnen erzähle, lieber Herr. Dann wird sie allen verständlich sein. Denn jedes Kind muss einmal erwachsen werden. Und jeder Erwachsene war einmal ein Kind.«

Heute vor 100 Jahren, am 31. Mai 1926, wurde der Schriftsteller James Krüss, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Kinderbuchautoren der Nachkriegszeit, auf Helgoland geboren. Aus dem Grund hat die Büchergilde einen seiner Klassiker, das 1958 erschienene Buch ›Die glücklichen Inseln hinter dem Winde‹ in neuer Ausstattung herausgebracht, zauberhaft illustriert von der französischen Illustratorin Florence Dailleux. Für […]

Titel

Die Glücklichen Inseln hinter dem Winde

Autor/in

James Krüss

ISBN

978-3-7632-7728-5

Preis

22 €

Hentz, Stefan: Miles Davis: Sound eines Lebens. 2., durchgesehene Auflage. Ditzingen: Reclam, 2026

Miles & More

Zum 100. Geburtstag des legendären und bis heute einflussreichen Jazz-Musikers eine sehr gut recherchierte und illustrierte Biographie, die sich nicht nur mit dem Leben von Davis und seiner Musik, sondern auch mit den kulturellen Kontexten seiner Karriere befasst.

Heute vor 100 Jahren wurde Miles Davis geboren, wohl einer der oder der einflussreichste Jazz-Musiker überhaupt. Zu dem Anlass ist im Reclam Verlag eine lesenswerte Biographie des Jazzjournalisten Stefan Hentz zu ihm erschienen, mit eindrucksvollen Bildern und umfangreichem Anhang (s. auch https://www.perlentaucher.de/buch/stefan-hentz/miles-davis-sound-eines-lebens.html). An Davis wird natürlich im heutigen Kalenderblatt des Deutschlandfunks erinnert, und bemerkenswert auch […]

Titel

Miles Davis. Sound eines Lebens

Autor/in

Stefan Hentz

ISBN

978-3-15-011453-7

Preis

32 €

Füssel, Stephan: Das illustrierte Wörterbuch des Buches. Berlin: Favoritenpresse, 2026

Wörterbuch des Buches

Das ›Wörterbuch des Buches‹ von Helmut Hiller und Stephan Füssel ist sicher ein Standardwerk, das leider auch in der 7. Auflage von 2006 schon seit längerem vergriffen ist. Es ist daher überaus erfreulich und verdienstvoll, wenn die Favoritenpresse Füssel davon überzeugen konnte, eine überarbeitete Auflage, so schön illustriert, wieder auf den Markt zu bringen.

Bücher über Bücher, vor allem sachlich orientierte Bücher oder Lexika, sind inzwischen Mangelware, werden kaum mehr auf dem Markt angeboten, da sich deren Herstellung für die Verlage aufgrund vermutlich ausbleibender Nachfrage nicht mehr lohnt. So ist etwa das ursprünglich von Helmut Hiller und später vom Mainzer Buchwissenschaftler Stephan Füssel weitergeführte und überaus hilfreiche, informative, handliche […]

Titel

Das illustrierte Wörterbuch des Buches

Autor/in

Stephan Füssel

ISBN

978-3-96849-146-2

Preis

28 €

Weitere Buchempfehlungen

Wallace, David Foster: Das hier ist Wasser/This Is Water

Freiheit = Denken, Verantwortung und soziales Handeln – täglich

Das hier ist Wasser/This Is Water

von David Foster Wallace

Eine eindringliche Aufforderung zum Denken, zum selbstständigen Denken und zur Annahme der Eigenverantwortung, damit der tägliche Schritt in die tatsächliche Freiheit gelingt.

Das hier vorgestellte Buch oder Büchlein ist zwar schon etwas älter – ein Bekannter hatte mich vor einigen Tagen auf Wallace aufmerksam gemacht –, aber heute noch sehr, geradezu brandaktuell! Es handelt sich um die unkonventionelle, erhellende, ermunternde Rede, die David Foster Wallace 2005 vor Absolventen eines US-amerikanischen College als Abschlussrede gehalten hatte, die 2012 […]

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Schepers, Margret: … und wir träumten vom Matriarchat.

Frauenrecht ist Menschenrecht

… und wir träumten vom Matriarchat

von Margret Schepers

Der dieses Jahr im Kurpfälzischen Verlag erschienene Debütroman von Margret Schepers ›… und wir träumten vom Matriarchat‹ ist weitaus mehr als nur ein spannender »feministischer Kriminalroman«.

Der dieses Jahr im Kurpfälzischen Verlag erschienene Debütroman von Margret Schepers ›… und wir träumten vom Matriarchat‹ (https://kurpfaelzischer-verlag.de/wp/product/und-wir-traeumten-vom-matriarchat/) ist natürlich weitaus mehr als nur ein spannender »feministischer Kriminalroman«, wie es am Ende des RNZ-Interviews mit der Autorin heißt (https://www.rnz.de/region/heidelberg_artikel,-Roman-ueber-Frauenbewegung-Margret-Schepers-erzaehlt-von-Heidelbergs-Frauenbewegung-der-70er-_arid,2042590.html). Das ist nur die Folie, vor der Schepers, die 1976 während ihres Studiums den Frauenbuchladen in […]

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Der Komet – Durs Grünbein

Stein, Eis und Krieg

Der Komet

von Durs Grünbein

Bemerkenswert verbindet sich in Durs Grünbeins romanhaftem Bericht die Vorstellung einer apokalyptischen Strafe eines nicht greifbaren übermächtigen Wesens mit der tatsächlichen Katastrophe der Bombardierung Dresdens.

Bemerkenswert verbindet sich in Durs Grünbeins romanhaftem Bericht die Vorstellung einer apokalyptischen Strafe eines nicht greifbaren übermächtigen Wesens mit der tatsächlichen Katastrophe der Bombardierung Dresdens. Aktueller denn je mutet die Angst des Menschen an, der ohnmächtig dem kriegerischen Treiben der politisch Verantwortlichen ausgeliefert ist. Denn diese handeln nicht verantwortlich. Am Beispiel der jungen Frau Dora […]

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Schroeters – Das Geschenk Buchcover

20.000 Elefanten in Berlin?

Das Geschenk

von Gaea Schroeters

Wer erinnert sich noch an eine sonderbare Pressemeldung vom 2. April 2024, dass der damalige Präsident von Botswana Deutschland 20.000 Elefanten schicken wollte, um gegen die von der Bundesregierung angeblich erwogene Regulierung der Einfuhr von Jagdtrophäen, also auch jener von Elefanten, zu protestieren, da dies Armut und Wilderei in Botswana fördere und eine postkoloniale, gar rassistische Einmischung in innere Angelegenheiten des Landes sei …

Wer erinnert sich noch an eine sonderbare Pressemeldung vom 2. April 2024, dass der damalige Präsident von Botswana Deutschland 20.000 Elefanten schicken wollte, um gegen die von der Bundesregierung angeblich erwogene Regulierung der Einfuhr von Jagdtrophäen, also auch jener von Elefanten, zu protestieren, da dies Armut und Wilderei in Botswana fördere und eine postkoloniale, gar […]

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